Die Gesänge unserer Seele

_DSC3025 (1)Tief in unserem Inneren liegen sie, die Gesänge unserer Seele. Was Worte nicht auszudrücken vermögen, das schafft ein Lied, eine Melodie, die eins zu eins aus unserem Inneren fließt.

Jeder Mensch trägt solche Gesänge in sich. Viele haben schon die Erfahrung gemacht, dass diese Gesänge aus der Tiefe unserer Seele nicht im herkömmlichen Sinne schön sein müssen, um tief zu berühren und zu bewegen. Es ist eine andere Schönheit, die in der Verbindung mit dem eigenen Ursprung und in der Hingabe an den Moment liegt.

Diese Gesänge sind meistens genau so verschüttet, wie wir unser Wesen verschüttet haben mit Regeln, Strukturen und Meinungen über uns und andere. Wenn wir in unser Inneres vordringen und uns erlauben, wir selbst zu sein, wenn wir uns nicht mehr bewerten, beurteilen oder zurecht biegen, dann können diese Gesänge fließen. Sie sind ein Ausdruck unserer Seele, die sich dadurch mitteilen möchte.

Singen ist Heilung

Diese Gesänge sind extrem heilsam. Sie befreien uns selbst, weil wir eine Kraft leben, die jenseits unserer bisherigen Grenzen liegt und weil Aspekte an die Oberfläche kommen, die wir lange verdrängt haben. Gleichzeitig sind sie aber auch eine Heilung für unser Umfeld.

Die größte Heilung, die wir der Welt schenken können, ist unsere eigene Heilung, unser eigenes Vollständigsein. Sind wir selbst nicht ganz, fehlt eine wichtige Medizin für unsere Erde und für unsere Mitmenschen. Oder anders ausgedrückt, wir enthalten durch unsere Begrenzung auch unserem Umfeld eine Kraft vor, die dringend gebraucht wird.

Singen für andere

Wir können z.B. für eine Landschaft singen, für die Wesen der Natur, für einen Baum, für einen Menschen oder auch für die ganze Erde. Was geschieht ist, dass unser eigenes inneres Wesen Kontakt zum inneren Wesen des Gegenübers aufnimmt. Eine Begegnung auf Seelenebene. Wir kontrollieren nicht mehr, was wir singen, sondern wir lassen es einfach zu. Vielleicht kommen Gefühle auf, denen wir durch unser Singen Ausdruck geben, vielleicht kommen Bewegungen dazu, vielleicht die Trommel, vielleicht fremde oder bekannte Worte. Es geschieht einfach und wir selbst sind der Moment, wir sind eins mit der Ebenen, für die wir singen und wir sind eins mit dem großen Ganzen.

Lieder, die aus dieser Verbindung kommen, gehen niemals verloren. Sie sind ein tiefes Gebet und eine Danksagung an den Schöpfer und an die Schöpfung.

Die eigenen Gefühle singen

Wir können auch damit beginnen, unsere eigenen Gefühle ganz für uns selbst zu singen. Häufig sind wir uns unserer Gefühle nicht voll bewusst, weil wir sie nicht zulassen. Wenn Schmerz oder Angst zu groß oder unangenehm scheinen, deckeln wir sie z.B. mit Arroganz, Kälte, Depression oder auch Zickigkeit. Wir können in einem solchen Fall einen geschützten Raum für die Begegnung mit uns selbst schaffen und unseren Gefühlen durch den Gesang Ausdruck geben. Schnell singen wir uns durch die äußere Erscheinung hindurch und bewegen uns in Richtung Kern des Problems. Durch das Singen bleiben wir im Fluss. Die Dinge kommen an die Oberfläche und können sich dort erlösen.

Geistige Helfer wie Jesus, Babaji, Sai Baba, Engelwesen, das Krafttier oder die Ahnen können uns dabei sehr helfen, wenn wir sie einladen. Die Helfer stehen zur Seite, um uns zu führen und bei der Transformation zu helfen. Sie weisen uns auch darauf hin, wann es genug ist, denn alles hat seine Zeit und nicht alles kann an einem Tag erlöst werden.

Om Namah Shivaya

 

 

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